Extrusion ist ein Fertigungsverfahren, bei dem Rohmaterial durch eine Matrize gepresst wird, um eine bestimmte Form mit einem gleichbleibenden Querschnittsprofil zu erzeugen.
Was ist Extrusion mit scharfen Ecken?
Beim Tiefziehen ist die Extrusion mit scharfen Ecken eine Technik, die wir einsetzen, um präzise Kanten und Ecken an Metallteilen zu erzeugen. Der Prozess presst Blech durch eine Matrize und induziert unter Spannung eine plastische Verformung, um die geforderte Geometrie zu formen. Wir wenden diese Methode typischerweise an, wenn Bauteile mit scharfen Kanten oder feinen Details benötigt werden – etwa Gehäuse, Verkleidungen oder Ummantelungen.
Wenn wir Extrusion mit scharfen Ecken durchführen, sind Materialfluss und Werkzeugkonstruktion die beiden entscheidenden Faktoren. Die Wahl der richtigen Werkstoffgüte und die Einstellung geeigneter Prozessparameter verhindern Rissbildung oder Verzug an der Ecke. Die Werkzeuggeometrie muss zudem die scharfe Eckenform und die Richtung des Materialflusses berücksichtigen, damit wir Toleranzen einhalten und eine gleichbleibende Teilequalität sichern können.
Unsere Kompetenz
Extrusion mit scharfen Ecken ist eine Kernkompetenz in unserer Fertigung – sie ermöglicht uns die Herstellung von Teilen mit komplexen Geometrien und feinen Merkmalen, die auf andere Weise nur schwer zu realisieren wären. Durch sorgfältige Werkzeugkonstruktion und Prozesskontrolle erreichen wir effiziente Produktionsläufe und reproduzierbare Qualität und liefern kundenspezifische Komponenten für eine Vielzahl industrieller Anwendungen.
Wir verwenden einen Extrusionsformaufbau, bei dem wir den äußeren R-Radius des Teils drücken und den R-Radius des Flansches biegen, um einen rechten Winkel zu erzeugen. Dadurch werden größere Radien auf kleinere Radien oder scharfe Winkel komprimiert und die Anforderungen der Zeichnung erfüllt. Standard-Stanzwerkzeuge können nur R-Radien erzeugen, die größer als die Materialdicke sind, und verfügen nicht über die integrierten Sicherheitsvorkehrungen, die wir für diese Art von Arbeiten benötigen.
In der Vergangenheit mussten wir beim Biegen weichgezogener Teile mit einem R-Winkel aufgrund des Tiefziehens mit einem größeren Radius beginnen und diesen dann schrittweise auf das Sollmaß reduzieren. Das Problem war, dass während dieses Reduktionsschritts das Material nach außen floss, da Ober- und Unterwerkzeug gleichzeitig drückten, sodass sich der R-Winkel nie wie vorgesehen schloss.

Kleine R-Winkel erfüllen spezifische Funktionen – wenn der äußere R eng ist, kann das Teil enger an einem Gegenstück anliegen. Kleinere Biegeradien funktionieren zudem besser mit Dichtringen und verhindern Luft- oder Flüssigkeitslecks. Diese Anwendungen stoßen an die Grenzen des Stanzens und Tiefziehens und sind typischerweise nur durch spanende Bearbeitung erreichbar, was die Kosten erhöht und den Durchsatz verringert.
Mit unserem patentierten Verfahren hebt und biegt Balford Teile, um engere R-Winkel zu erzielen, und bietet Ihnen eine flachere, paralleler ausgerichtete Ebene als herkömmliche Methoden.


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